Mittwoch · 19:30–21:30 Uhr
Konzert Paul Juon-Programm
Petruskirche, 3006 Bern, Schweiz

Das Quartett

Aus einer über viele Jahre gewachsenen künstlerischen Verbindung entstand das merisma quartett, vier eigenständige Stimmen, die seit über zehn Jahren in unterschiedlichen Konstellationen gemeinsam musizieren und nun als Quartett neue Wege erkunden. Gemeinsame Projekte, intensive Zusammenarbeit und ein kontinuierlicher künstlerischer Austausch prägen das Ensemble. Sein Zusammenspiel lebt von gegenseitigem Vertrauen, Offenheit und der Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven in einen lebendigen musikalischen Dialog zu bringen.
Das merisma quartett wurde 2026 in Bern gegründet. Seine Mitglieder kennen und schätzen sich seit vielen Jahren und haben in zahlreichen gemeinsamen Projekten zusammengearbeitet, darunter im Ensemble arte frizzante sowie im NERIDA Quartett und dem Aventurin Quartett. Die Gründung des merisma quartetts ist die konsequente Weiterentwicklung einer über Jahre gereiften Zusammenarbeit.
Alle vier Mitglieder studierten Kammermusik an der Hochschule der Künste Bern bei Patrick Jüdt. Künstlerische Impulse erhielten sie unter anderem von Hatto Beyerle sowie Mitgliedern des Alban Berg Quartetts, Hagen Quartetts, des Belcea Quartet und des Cuarteto Casals. Weitere prägende Erfahrungen sammelten sie an der European Chamber Music Academy (ECMA), in internationalen Meisterkursen und Residenzprogrammen. Sie blicken auf eine langjährige Konzerttätigkeit und zahlreiche Auszeichnungen im Bereich der Kammermusik zurück.

Der Name
Der Name merisma (griechisch μέρισμα, mérisma – „Teil“ oder „Anteil“) verweist auf den Merismus, eine rhetorische Figur, in der Gegensätze oder Teile ein Ganzes beschreiben. Dieses Bild prägt das Selbstverständnis des Quartetts. Vier individuelle Stimmen bewahren ihre Eigenständigkeit und formen zugleich einen gemeinsamen musikalischen Gedanken. Im Spannungsfeld von Individualität und Gemeinsamkeit sucht das Ensemble nach Interpretationen, die von Neugier und lebendigem Dialog getragen sind.
Konzerte
Erste programmatische Akzente setzt das Ensemble mit der geplanten Konzertreihe „In guter Gesellschaft“, die Ludwig van Beethovens sechs Streichquartette op. 18 in sechs Konzerten mit Werken anderer Epochen und Besetzungen in Beziehung setzt. Im Mittelpunkt stehen musikalische Dialoge, überraschende Nachbarschaften und die Zusammenarbeit mit weiteren KünstlerInnen.
Weitere Informationen zu den Konzerten folgen bald.
Mittwoch · 19:30–21:30 Uhr
Petruskirche, 3006 Bern, Schweiz
Mittwoch · 17:00–19:00 Uhr
Sonntag · 17:00–19:00 Uhr
Sonntag · 17:00–19:00 Uhr
Samstag · 15:00–16:00 Uhr
Montag · 17:00–19:00 Uhr
Sonntag · 17:00–18:00 Uhr
Sonntag · 17:00–18:00 Uhr
Sonntag · 17:00–18:00 Uhr
Samstag · 19:30–21:30 Uhr
Sonntag · 17:00–19:00 Uhr
Sonntag · 17:00–19:00 Uhr
Vier Stimmen

Violine
Nevena Tochev schloss ihre Studien an der Hochschule der Künste Bern bei Monika Urbaniak und Corina Belcea, am Mozarteum Salzburg bei Harald Herzl sowie an der Hochschule Luzern bei Isabelle van Keulen mit Auszeichnung ab. Ihre besondere Hingabe gilt der Kammermusik. Sie gründete das NERIDA Quartett, dem sie bis 2023 angehörte, und ist Mitglied des Streichtrios TriOlogie. Nevena ist Mitglied und alternierende Konzertmeisterin bei arte frizzante; zuvor war sie Stimmführerin der zweiten Violinen in der Deutschen Kammerakademie Neuss. Sie tritt auch solistisch auf und unterrichtet seit 2025 an der Musikschule Aaretal.

Violine
Die Geigerin Tiffany Tan wurde 1999 in Singapur geboren und lebt seit 2018 in Bern. Nach ihrer musikalischen Ausbildung in Grossbritannien und Polen schloss sie den Bachelor an der Ignacy Jan Paderewski Academy of Music in Posen mit Auszeichnung ab. An der Hochschule der Künste Bern absolvierte sie bei Monika Urbaniak den Master Performance sowie den Master Specialized Performance Soloist, beide mit Auszeichnung. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie im In- und Ausland auf. Seit 2025 ist sie Mitglied des Orchestre de Chambre de Genève.

Viola
Der Bratschist Dominik Klauser, geboren in München, bewegt sich in seinem künstlerischen Schaffen zwischen Kammermusik, zeitgenössischer Musik und historischer Aufführungspraxis. Seine langjährige Quartetterfahrung führte ihn zu internationalen Residenzen und Akademien wie Britten Pears Arts und dem Guimarães Clássico Festival sowie zu Auszeichnungen bei der Orpheus Swiss Chamber Music Competition und dem Concours Nicati. Darüber hinaus konzertiert er in verschiedenen Kammermusikformationen, unter anderem mit dem Frielinghaus Ensemble. Als Mitglied von arte frizzante gestaltet er auch programmatisch das künstlerische Profil des Ensembles und übernahm die Kuration der Saison 2026.
Neben seiner kammermusikalischen Tätigkeit tritt Dominik regelmässig solistisch auf und war 2025 mehrfach als Zuzüger für Solobratsche bei der Philharmonie Baden-Baden tätig. Wichtige kammermusikalische Impulse erhielt er unter anderem von Hatto Beyerle, Corina Belcea, Rainer Schmidt und Eckart Runge. Dominik studierte Viola bei Patrick Jüdt sowie Barockviola bei Meret Lüthi und Gertrud Weinmeister an der Hochschule der Künste Bern und schloss 2021 den Master Specialized Performance Soloist ab.

Violoncello
Alma Tedde wurde 1996 in eine schweizerisch-sardische Musikerfamilie geboren und begann mit vier Jahren am Konservatorium Bern Violoncello zu spielen. Sie studierte bei Jean-Guihen Queyras und Christoph Dangel in Freiburg und bei Pieter Wispelwey in Amsterdam. 2023 schloss sie den Master Specialized in Kammermusik bei Patrick Jüdt an der Hochschule der Künste Bern mit Auszeichnung ab. Von 2018 bis 2024 war Alma Mitglied des NERIDA Quartetts, mit dem sie international auftrat und an der European Chamber Music Academy studierte. Sie ist Mitbegründerin von arte frizzante, musiziert auf modernem und barockem Cello und wirkt an soziokulturellen und interdisziplinären Projekten mit.
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